Friedrich Ebert wird in Kahla wieder geehrt

Ankündigungen


Der Friedrich-Ebert-Gedenkstein wird bald in neuer Pracht erstrahlen. (Foto: Annet Eger/ OTZ)

Dem großen Engagement Kahlaer Bürger ist es zu verdanken, dass kurz vor dem 90. Todestag Friedrich Eberts am 28. Februar das Denkmal des ersten Reichspräsidenten in der Heimbürgestraße wieder eingeweiht werden kann. SPD-Stadtrat Hans-Christian Schmidt hat sich um die Einwerbung von Sponsorengeldern und die Gestaltung des Gedenksteins gekümmert.

Den Anstoß zu dem Projekt gaben die Recherchen des Historikers Peer Köslin. In seinem im vergangenen Jahr erschienenen Buch "Ein Spaziergang durch seine Geschichte", ist zu lesen, dass der Stein am Rosengartenweg 1928 für den ersten deutschen Reichspräsidenten Friedrich Ebert errichtet worden war. Otto Hörsig, der Bundespräsident der Vereinigung Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, hatte die Weihrede gehalten.

Bürgermeisterin Claudia Nissen-Roth (parteilos) bat Hans-Christian Schmidt um Mithilfe bei der Umsetzung und Finanzierung. Der langjähirge SPD-Stadtrat stieß dabei nicht nur bei der Vereinigung Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, sondern auch bei der Friedrich-Ebert-Stiftung auf offene Ohren. "Beide werden sich an der Finanzierung beteiligen", berichtet Schmidt, der auch bei der Gestaltung der neuen Tafel mitgewirkt hat. Gab es früher nur ein Bildnis Friedrich Eberts, hat sich der Stadtrat nun für ein Relief und eine Inschrift entschieden. Was so einfach klingt, war es nicht. "Bei der Ebert-Stiftung hätten wir ein Abbild nur ausleihen können. Ein Relief extra anfertigen zu lassen, hätte den finanziellen Rahmen gesprengt", erzählt er. Letztlich kam er auf die Idee, in einem Internet-Auktionshaus nach Friedrich Ebert zu suchen. Und siehe da, Hans-Christian Schmidt wurde fündig. Nach Absprache mit der Stiftung erwarb er dort ein Relief und fand in Jena eine Firma, die für eine wetterbeständige Versieglung des Zink-Reliefs sorgte. Den Schriftzug brachte Frank Schweiger von der Orlamünder Steinmetz GmbH auf die Platte.

Am 27. Februar wird um 10 Uhr ins Kahlaer Stadtmuseum eingeladen. Von dort soll es 10.30 Uhr mit Michael Gauer eine Stadtführung geben, die bis zum Denkmal in der Heimbürgestraße führt. Dort soll dann um 11.30 Uhr der Gedenkstein enthüllt werden. Um 12 Uhr ist ein Festakt im Kahlaer Rathaus vorgesehen. Angekündigt hat sich dazu Walter Mühlhausen. Der Chef der Stiftung Friedrich-Ebert-Gedenkstätte in Heidelberg hatte von der Wiedereinweihung des Gedenksteins erfahren und kündigte neben seiner Teilnahme auch eine Festrede an. Teilnehmen werden auch Paul Pasch vom Landesbüros Thüringen der Friedrich-Ebert-Stiftung sowie Lucas Koppehl vom Bundesvorstand der Vereinigung Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold. Eingeladen sind außerdem Bernd Leube von der Kahlaer Heimatgesellschaft, die Schulen sowie interessierte Bürger der Stadt. Wie in Peer Köslings Buch ebenso zu erfahren ist, waren es 1933 die Faschisten, die den Gedenkstein zum ersten Norkus-Denkmal in Deutschland umfunktionierten. Der 16-jährige Hitlerjunge Norkus war 1932 bei handgreiflichen Auseinandersetzungen mit Antifaschisten in Berlin ums Leben gekommen, schreibt er. Nach dem Krieg wurde eine neue Tafel auf den Stein montiert. Gedacht wurde Wilhelm Heimbürge. Mit dem im vergangenen Jahr neu eingeweihten Heimbürge-Grabstein in der Heimbürgestraße gab es zwei Denkmale, was sich nun ändert.

Quelle: Annett Eger / 11.02.15 / OTZ

 
 

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